Mittwoch, 10. Oktober 2007

Geheimnisse II - Hermeneutik

Betrachtet man den Grundgedanken Gadamers "Wissen um Nichtwissen" und die Konsequenz, die er daraus für seine Hermeneutik zieht, "Der Andere könnte recht haben" - so ergibt sich eine neue Sichtweise auf den Begriff des Geheimnisses auch im Alltäglichen, wie es scheint.
Die gängigste Konnotation für Geheimnis ist mit größerem Gewicht, meiner Erfahrung nach, bei "da ist etwas verdeckt" zu finden. Umgedreht bedeutet das Geheimnis in der Hermeneutik nichts Anderes, jedoch ist da die Konnotation meines Erachtens deutlicher bei "da ist etwas zu Entdeckendes" zu finden.
Vielleicht kann man diesen Unterschied in der Herangehensweise herauskristalisieren und vielleicht ergibt sich dann auch, dass hier sogar ein Bedeutungsunterschied zugegen ist und nicht nur ein Konnotationsunterschied.
Ich denke hier namentlich an die Tiefenhermeneutik in der Psychologie, als eine Geheimnis-Hermeneutik und bspw. die Klientenzentrierte Interaktion als eine Gadamersche Hermeneutik mit dem Ziel den Klienten zu verstehen und durch sich auf ihn zurückzukommen als ein Verständnis-bringender-Versteher.
Hm - mal sehen.

Kommentare gern auch an: mar SPAMSPERRE tin_weitzmann [at] web [dot] de - natürlich ohne spamsperre ^^

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