Samstag, 20. Dezember 2008

Funktion der Elite in der Gesellschaft

Fragt sich doch, was eine Elite in der Gesellschaft soll. Die augenscheinlichen Merkmale sind diese: Wissen, Intelligenz und Weisheit in besonderem Maße. Geheimniskrämerei. Verschwörertum und möglicherweise Manipulation der Ordnung (sobald Parteilichkeit in's Spiel kommt, gell).
Unter einer differenzierteren Betrachtung kämen sicher andere und subtilere Merkmale hervor. Dennoch ist es der Aspekt, dass sie ein wenig der Öffentlichkeit verschlossen sind, der mir gefällt: Mir scheint die Elite ein möglicher Gegenspieler zur Kultur zu sein. Oder besser noch: ein kulturschaffender Mechanismus, indem er alte Rituale denunziert und neue etabliert.
Wäre der Angriff auf die Rituale ein offener, gäbe es sicher Widerstand und das Ritual würde sich verhärten. Da es aber bspw. – vom Standpunkt des Zeitgeistes aus – moralisch nicht vertretbar ist, muss es verschwinden.
Die Elite hat die Möglichkeit, und oft auch Mittel, neue Werte und differenziertere Vorstellungen genau da zu platzieren und wirken zu lassen, wo es notwendig scheint.
Die neuen Werte und Vorstellungen lassen die alten Traditionen langsam verfaulen.
Wenn Tradition ein Mechanismus zur Festigung der sozialen Bindung darstellt, dann steht das zum einen dem globalisierenden Gedanken gegenüber. Zum anderen wird ein evtl. ein Bedarf an Bindung nicht befriedigt und die Tradition überlebt. Setzt man einen Bindungsmechanismus ein, welcher globalisierend wirkt, dann ist beidem geholfen.
Was ist da dran? Verfolgt jemand solche Gedanken?

Kommentare gern auch an: mar SPAMSPERRE tin_weitzmann [at] web [dot] de - natürlich ohne spamsperre ^^

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