Freitag, 23. November 2007

Relativität und Subjektivität

Deleuze und Guattari haben schon irgendwie recht, wenn sie die Pragmatik in den Vordergrund - oder besser als Grundlage der Betrachtung von Sprache setzen. Seitdem ich den situativen Faktor für mich entdeckt habe, habe ich in Einschätzung psychologischer Theorien einen Aufschwung erlebt. Mittlerweile gilt es jede Theorie auf Situativität und Prozesshaftigkeit zu prüfen um ihren Gehalt vorherzusagen.
Jedenfalls ist es wichtig, nicht nur die Situation, sondern auch die Relationen zu betrachten. Relationen in Betrachtungen tangieren nur Menschen, welche notwendig subjektiv denken. "Vorsicht, vor der Personifizierung" heißt hier das Motto, wenn Dinge plötzlich Eigenschaften bekommen, welche nur denkenden Wesen vorbehalten sind. Hier ist die Gefahr der Generalisierung sehr groß, wenn man Interpretationsdispositionen auf einen Gegenstand drückt, statt den Blick auf den Interpretierenden zu richten.
Der betrachtete Gegenstand muss interpretiert werden.
Der betrachtete Gegenstand betrachtet nicht (es sei denn er tut es doch).

Kommentare gern auch an: mar SPAMSPERRE tin_weitzmann [at] web [dot] de - natürlich ohne spamsperre ^^

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