Samstag, 20. Dezember 2008

Funktion der Elite in der Gesellschaft

Fragt sich doch, was eine Elite in der Gesellschaft soll. Die augenscheinlichen Merkmale sind diese: Wissen, Intelligenz und Weisheit in besonderem Maße. Geheimniskrämerei. Verschwörertum und möglicherweise Manipulation der Ordnung (sobald Parteilichkeit in's Spiel kommt, gell).
Unter einer differenzierteren Betrachtung kämen sicher andere und subtilere Merkmale hervor. Dennoch ist es der Aspekt, dass sie ein wenig der Öffentlichkeit verschlossen sind, der mir gefällt: Mir scheint die Elite ein möglicher Gegenspieler zur Kultur zu sein. Oder besser noch: ein kulturschaffender Mechanismus, indem er alte Rituale denunziert und neue etabliert.
Wäre der Angriff auf die Rituale ein offener, gäbe es sicher Widerstand und das Ritual würde sich verhärten. Da es aber bspw. – vom Standpunkt des Zeitgeistes aus – moralisch nicht vertretbar ist, muss es verschwinden.
Die Elite hat die Möglichkeit, und oft auch Mittel, neue Werte und differenziertere Vorstellungen genau da zu platzieren und wirken zu lassen, wo es notwendig scheint.
Die neuen Werte und Vorstellungen lassen die alten Traditionen langsam verfaulen.
Wenn Tradition ein Mechanismus zur Festigung der sozialen Bindung darstellt, dann steht das zum einen dem globalisierenden Gedanken gegenüber. Zum anderen wird ein evtl. ein Bedarf an Bindung nicht befriedigt und die Tradition überlebt. Setzt man einen Bindungsmechanismus ein, welcher globalisierend wirkt, dann ist beidem geholfen.
Was ist da dran? Verfolgt jemand solche Gedanken?

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Donnerstag, 29. November 2007

Gesellschaft

Kann man die Störungen in den interpersonalen Beziehungen nicht am besten damit erklären, dass sie überindividuell sind? Meine Beziehung zu einem Menschen ist notwendig etwas, was nicht zu ihm oder mir gehört, aber ohne mir und ihm nicht ist. So bewegen sich die Individuen auf einer 1. Ordnung und die Beziehungen auf einer 2. Ordnung. Die Erhaltung des psychischen Systems und die des gesellschaftlichen kann in ihrer Konsequenz gegenläufige Intentionen aufweisen - so dass es wohl zu Konflikten kommen muss, da es eben logischer is, obschon aus Sicht ungenügend reflektierter psychischer Systeme völlig unplausibel! Ein weiterer Ruf nach Aufklärung - psychischer Aufklärung.

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Mittwoch, 3. Oktober 2007

Sinn des Lebens

Im Folgenden rezitiere ich mich selbst aus einem Forum bei dem in einem Thread die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt wurde:

Na ja.. es ist doch so, dass alles anfing bevor es Menschen gab, nicht wahr? Nun ist es aber so, dass "Sinn" etwas ist, dass nur in Relation, d.h. in Beziehung zu einem Menschen funktionieren kann. D.h. es muss jemanden geben, der einen Sinn in etwas sieht.
Die Dinge an sich können keinen Sinn suchen, denn sie sind ja gar nicht dazu in der Lage. Demnach hat der Mensch als Ding auch keinen Sinn, kann ihn aber suchen, weil er eben dazu in der Lage ist. Sucht nun jeder Mensch für sich seinen Sinn in seiner Existenz, dann kann er potentiell in allen Dingen die mit ihm in Beziehung stehen (und er es so sieht) einen Sinn für sich finden.
Man kann jetzt deprimiert resignieren, weil alles keinen Sinn hat oder über die große Freiheit staunen, für sich einen Sinn selbst aussuchen zu können.
So seh' ich das ^^

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Dienstag, 2. Oktober 2007

Emergenz und Synthese

Es war einfacher als gedacht. Ich habe es geschafft, dass ich mir gute 46 Euro spare, indem ich die 2 Bücher habe in den Bestand der Bibliothek aufnehmen lassen.
Dabei handelt es sich um die von den Autoren und Philosophen Deleuze, Gilles und Guattari, Felix verfassten Bücher "Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie" und deren als Buch ausgekoppeltes Vorwort dazu "Rhizom".
Diese Bücher wurden mir empfohlen, als es in einem Gespräch um nicht-analytisches (synthetisches?) Denken ging um den Regeln der Emergenz auf die Spur zu kommen.
Tatsächlich lassen die Rezensionen bei Amazon hoffen, dass dies spannende Lektüre ist.

ausführlich:
Gilles Deleuze und Felix Guaratti - "Rhizom" - ISBN-10: 3920986830
Gilles Deleuze und Felix Guaratti - "Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie" - ISBN-10: 3883960942

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